kuehn.ch 
 

Allgemeine Informationen

  Ort M.ü.M. Std.
Ausgangsort P unterh. Albertüsc 2089 0
Zwischenziel Forcola da Sassiglion 2542 3
Ziel P unterh. Albertüsc 2089 5

Wegbeschreibung

In Poschiavo von der Hauptstrasse in die Strasse der Palazzi einbiegen und geradeaus, aus Poschiavo heraus fahren. Immer auf der Strasse bleiben bis zum Parkplatz unterhalb von Albertüsc fahren (ca. 20min Fahrzeit).

Die ersten Meter führen über den Fahrweg bis zu den Gebäuden von Albertüsc. Der Weg geht zwischen den Gebäuden durch und steigt hinter den Gebäuden den Hang hoch, bis über die obere Umzäunung von Albertüsc. Wir wenden uns links und gehen im Wald am Zaun entlang.

So traversieren wir den Fuss des Fil da la Veglia, gewinnen so etwa 200 Höhenmeter, bis wir am Eingang des Sassiglion Tales auf knapp 2300m stehen. Der Blick über das Puschlav geht von der Talebene von Tirano über die italienischen Alpen fast bis hoch zum Bernina. Von hier aus entdeckt man den Tälerreichtum des Puschlav, regelrecht übereinandergestapelt, unten bewaldet, steil ansteigend, mit Sturzbächen und darüber sanft ansteigende Hochtäler.

Der Blick nach vorne zur Forcola, in das Sassiglion Hochtal ist umso erfreulicher. Nach dem immer steiler werdenden Aufstieg von Albertüsc, verspricht der Weg nun flacher zu werden. Zwischen riesenhaften Findlingen schlängelt sich der Weg entlang dem geringsten Widerstand.

Zu unserer Linken erhebt sich massiv und urgewaltig der Sassalbo (2871m) mit seinen Geröllhalden. Wer nicht zum Gipfel gehen will, kann einen Aussichtspunkt unterhalb des Gipfels mit einem Umweg von ca. 1h aufsuchen. Uns scheint das zu gewagt mit den Kindern und setzen den Weg in Richtung Forcola da Sassiglion fort.

Die Vegetation ist inzwischen deutlich reduziert, wir befinden uns oberhalb der Waldgrenze. Im Kuhdung wächst immer noch Schmackhaftes (Parasol?). Inzwischen geht es etwas zügiger bergauf, bis nach einer Biegung die letzte Hürde vor der Forcola da Sassiglion vor uns liegt. Mit jedem Schritt wird die Geröllhalde steiler und rutschiger. Um allzu ausgetretene Stellen herum sind Umwege neu zu erschliessen - die Kinder freut's.

Oben auf der Forcola da Sassiglion überqueren wir nicht nur den Sattel, sondern auch die Landesgrenze und setzen unseren Weg auf italienischem Boden fort. Die Forcola da Sassiglion heisst ein paar Meter weiter dann auch Passo di Malghera , man beachte die entsprechenden Messungen, die politisch korrekt nicht am gleichen Ort vorgenommen wurden.

Leider gibt es keinen tollen Ausblick auf die andere Seite, also steigen wir auf deutlich bequemerem Weg steil in Richtung Lago di Malghera ab. Nach zehn oder zwanzig Minuten überkommt uns der Hunger und wir finden ein windstilles Plätzchen am Wasser.

Schnee im Sommer und barfuss drin rumlaufen, das ist eine tolle Sache und wir sehen die Kinder erst wieder, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Nach einer kurzen Pause auf dem Passo di Malghera steigen wir nach Albertüsc ab. Jetzt kann man wieder springen und rennen, die Mühe des Aufstiegs ist vergessen.

Diese Tour war doch etwas anstrengend und zieht zwingend einen Besuch im Café Semadeni nach sich: Hier ist die Glacé am allerbesten und am allergrössten und nach einer langen Ruhepause von zwanzig Minuten können die Kinder wieder um die Kirche rumrennen und vor dem Beinhaus beim Oratorium Sant'Anna in Staunen verfallen.

Während wir Alten uns wortlos einig sind, dass jetzt Zeit für einen Apéro ist.